Cannabis-Legalisierung:Hanfplantagen, Pillenlabore und organisierte Kriminalität
Lesezeit: 4 min
Hübsche Pflanze, deftige Probleme: Cannabis-Liberalisierung ist kein einfaches Unterfangen.
(Foto: AFP)
Die Niederländer waren immer stolz auf ihre Cannabis-Duldungspolitik. Doch seit Langem zeigt sich auch die Kehrseite – mit dramatischen Folgen. Wie die Politik jetzt versucht, gegenzusteuern und was Deutschland daraus lernen kann.
Von Thomas Kirchner
Die niederländische Drogenpolitik galt lange als Erfolgsgeschichte. Sie schien Einsichten vorwegzunehmen, die sich seit einigen Jahren weltweit durchzusetzen beginnen: zum einen, dass man zwischen harten und weichen Drogen unterscheiden, also Heroin und Cannabis nicht gleichsetzen sollte. Und zum zweiten, dass man dem Problem von Drogenmissbrauch mit Repression allein auf Dauer nicht beikommt. Wer durch Amsterdamer Hanfwolken läuft, mag glauben, dass es den legalen Joint dort längst gibt. Praktizieren die Niederländer nicht gefühlt seit Jahrzehnten, was inzwischen in Kanada, Teilen der USA, Uruguay und Malta gilt?
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Liebe und Partnerschaft
»Wir können unseren Herzschmerz abschwächen«
Intimgesundheit
“Nennt eure Vulva so oft wie möglich beim Namen”
Timothy Snyder
“Postkoloniale Staaten gewinnen immer”
Familie und Partnerschaft
Das Monster in mir
Planetare Grenzen
Wann ist Weltuntergang?
Write a comment
Your email address will not be published. All fields are required